Geschichte

Der Berg

Schon im 17. Jahrhundert war die auf 1913 Metern liegende Alp Tgom ein bekannter Ort: In der Nähe wurde vor 300 Jahren Bleierz abgebaut (klicken für mehr Infos im PDF-Format). Früh Erwähnung fand der Tgom auch als Alp des Klosters Disentis.

Das lateinische Wort campus (Feld), abgewandelt zu “Tgomps”, gab dem bekannten Tujetscher Berg den Namen – mehr zu den lokalen Flurnamen finden Sie hier (PDF). Den rätoromanischen Laut “tg” spricht man als Deutsch Sprechender übrigens am ehesten als “dj” aus – der Berg heisst also nicht “T-Gom”, sondern “Djomm”.

Heute ist der Tgom weiterhin eine Alp – im Sommer finden Sie bei uns viele Kühe, die Sie mit etwas Glück gerne streicheln können. Da stört auch die Antenne nicht, die das gesamte Tal mit Radio, TV und Mobilfunk versorgt.

Mit einer wunderschönen Aussicht auf die gesamte Talschaft Tujetsch und einer grossartigen Weitsicht bis zum Oberalppass und in die Surselva bis nach Chur ist der Tgom heute aber vor allem ein Ausflugsberg geworden; er ist ein Ausgangspunkt für ein tolles Wandergebiet. Die wunderschöne, alpine Landschaft macht einen Ausflug auf den Tgom zu einem einmaligen Erlebnis. Schauen Sie sich ein paar Fotos an!

Genau unterhalb des Tgoms, über einen Kilometer tief im Berg, verläuft der NEAT-Gotthard-Basistunnel – dies ist auf der Landeskarte 1:25’000 schön sichtbar. Tipp: Dieser Link ist auch für Wandersleute sehr nützlich!

Die Seilbahn

Mit dem Bau der Staumauern Nalps und Curnera änderte sich in den 1950er-Jahren vieles im Tujetsch. Die Gemeinde kam zu einem gewissen Wohlstand; zur selben Zeit wurden die ersten Bergbahnen gebaut. Nach den ersten Skiliften in den früher 1940er-Jahren legte die Sesselbahn Cungieri ab 1956 den Grundstein für einen intensiveren Sommertourismus.

Seilbahn Tgom

Ein Jahr später wurde dank dem Staumauerbau auch das Val Nalps via Alp Tgom mit einer Seilbahn erschlossen, die aber lange nur den Angestellten des Kraftwerkes zur Verfügung stand.

Die Tgom-Bahn ist im Schweizer Seilbahninventar als “hervorragendes Zeugnis schweizerischer Seilbahntechnik” beschrieben und als “von nationaler Bedeutung” eingestuft: “Bemerkenswert ist das mit 52 Jahren hohe Betriebsalter der Sedrun–Tgom Bahn, wie auch ihr weitgehend originaler Erhaltungszustand.”

Seit 1998 können aber im Winter Skitourengängerinnen und -gänger die Bahn privat benützen. Sie wurde vom renommierten Selbahnhersteller Habegger Thun erbaut und natürlich regelmässig auf den neusten Stand der Technik gebracht.

Die Stillegung der Sesselbahn Cungieri – die am Ende ihrer Lebensdauer angelangt war – führte im Herbst 2006 zu grossem Unmut bei vielen Gästen und Einheimischen.

Um auch im Sommer eine Bergbahnfahrt zu einem Aussichtspunkt anbieten zu können, beschlossen die Sedruner Bergbahnen, die schon bestehende Bahn auf den Tgom intensiver für touristische Zwecke zu nutzen. Auch wenn viele die Einersesselbahn weiter vermissen – wer einmal auf der Alp Tgom war, weiss, dass die Sonnenterrasse eine valable Alternative zu Cungieri ist!

Mehr technische Informationen und Fotos der Bahn finden Sie hier und hier sowie im Schweizer Seilbahn-Inventar.

Das Café

18860101-soliva-sedrunDie Familie Soliva als Besitzerin des Café-Gebäudes ist eine alteingesessene Sedruner Beizerfamilie. Das gleichnamige Hotel ist ein Traditionshaus – die Pension gibt es seit 1886!

Denise hat – als eine der Jüngsten in der Hotelierdynastie Soliva – im Jahre 2007 die Jagdhütte der Familie in ein Bergcafé umfunktioniert. Zu allen Jahreszeiten, vor allem im Winter, ist sie aber immer wieder im Stammhaus in Sedrun anzutreffen, wo sich Einheimische zu einer Partie “Troccas” oder zum Feierabendbier treffen und die Gäste die sprichwörtliche Bündner Gastfreundschaft geniessen.